Tag 2 5.9.: Quer durch Polen

Gegen 7 Uhr stehen wir in unserem Nachtlager am Scharmützelsee bei leichtem Nieselregen und 15 Grad auf. Als Kontrastprogramm zum langen Sitzen im Auto gings erstmal im Sprint zum See eine Runde schwimmen. Danach packten wir all unsere Sachen schnell zusammen und machten uns auf den Weg zum Supermarkt. Dort füllten wir unser Vorräte auf und machten uns auf zur nächsten Station unserer Shoppingtour: den Baumarkt. Die Dichtung vom Schiebedach von „Fettucini“ hat sich gelöst und muss wieder angeklebt werden. Das Ventil von Christophs Isomatte ist leider Undicht, deshalb gibts noch eine zweite Billig isomatte um wenigstens etwas mehr Liegekomfort zu bekommen. Für Scubo und Felix gabs noch einen Bohrer, außerdem wurde die saubere Toilette des Baumarkts intensiv genutzt.
Aber das war noch nicht das Ende der Schoppingtour. Ganz in der nähe gab es einen Autoteilehandel und wir hofften noch Ersatzzündkabel erstehen zu können. Wir hatten Glück, das passende Teil war auf Lager. 4 Zylinder sind soo viel toller als nur 3.

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Endlich gings auf die Autobahn, wo wir kurz an der Grenze für ein Foto (Wegaufgabe) hielten und wenig später nochmal abfuhren um günstig zu tanken. Bei unterschiedlich starkem Regen gings auf der gut ausgebauten Autobahn in Richtung Warschau. Die einzigen Unterbrechungen waren die diversen Mautstationen und kurze Pinkelpausen. Nachdem das Wetter eher als ekelhaft zu bezeichnen war ist es verschmerzbar, dass wir nur durch Polen rauschen und sehr wenig von Land und Leuten sehen.

Nach ordentlich Stau rund um Warschau gings nicht mehr nur gen Osten sondern auch wieder etwas nach Norden. Anstatt Autobahn hatte die Straße nun mehr Bundesstraßen bzw Landstraßencharakter. Es war bereits Dunkel als der Funkspruch von Domi kam: „Nächste Möglichkeit dringend Anhalten“. Gesagt, getan. Motorhaube auf, und schon war zu erkennen was der Grund war. Der Krümmer glühte rot vor Hitze. Wir hatten das Zündkabel nicht gleich am Morgen gewechselt, da wir das Abends bei kaltem Motor Machen wollten. Der defekte Stecker hatte sich wieder gelöst und dadurch lief der Motor wieder teilweise auf nur drei Zylindern. Anscheinen kam dadurch auch unverbrannter Kraftstoff weiter, der dann im Krümmer verbrannte…

Wir nutzen die unfreiwillige Pause nicht nur um das Zündkabel zu tauschen, sondern auch um das längst überfällige Abendessen nachzuholen.

Danach gings weiter über Landstraßen bis wir wieder ein schönes Plätzchen an einem See (in den Masuren?) fanden. Dort machten wir die Autos schlaffertig und genehmigten uns noch ein Feierabendbier bei klarem Sternenhimmel am Steg.