Tag 18 21.9.

Guten Morgen! Die Nacht war sehr angenehm und warm. Irgendwann kam nochmal ein Auto zu den Hirten und hat uns aufgeweckt aber nicht weiter behelligt. Wir packen zusammen und der Hirte dem, wir gestern etwas vodka abgegeben haben macht uns deutlich, dass er einen mords Schädl auf hat. Er schnorrt weitere Zigaretten und freut sich wie ein Schneekönig als wir ihm eine unsere roten Wassergewehre schenken Dann schauen wir uns noch die Zündkerzen von Steff und Stoni an und spendieren zwei neue Zündkabel, wodurch wir leider erst wieder später loskommen. Der Fluss an dem wir gelagert haben hat über Nacht einen halben Meter verloren, wir mutmßen, dass er aufgestaut ist was sich später auch bestätigt. Die Berge haben uns wieder freigegeben und wir fahren durch eine Ebene, in der es Zeit raubende Ortschaften und eher ruppige Straßen gibt. Ihr langweilt euch warscheinlich über die Straßenbeschreibungen aber für uns sind sie alles bestimmend. Netz haben wir auch keines also wundert euch nicht wenn ihr von uns länger nichts mehr hört

Jetzt stehen wir in Osch im Stau, hier wollen wir für die nächsten Fünf Tage einkaufen, tanken, und Postkarten einwerfen. Wir übersehen eine. Abzweig und landend mitten im Basar, und parken direkt dort. Glücklicherweise fahren wir gerade so nicht in die extra tiefen Abwasserrinnen, da hilft nämlich auch kein Unterfahrschutz mehr. Ausschwärmen! In kleineren Grüppchen versuchen wir Aufgaben zu paralellisieren, damit wir schneller wieder aus der Stadt kommen. Die Post ist nach etwas sucherei gefunden, aber es gibt natürlich weder da noch so sonstwo Postkarten. Unüblich. Also gibt es für Danis Wegaufgabe nur ein selbstmaltes Bild mit Gedicht. Ein anderer Teil macht den Basar unsicher und sucht den besten Essenstand, denn es ist Mittag und wir wie immer ordentlich hungrig. Es gibt Dürüm und Tee. Wir fahren weiter und wollen uns in einem Supermarkt ordentlich mit essen und Wasser eindecken. Leider finden wir keinen wo wir irgendwie drei Autos abstellen könnten. Die Zeiten der Hypermarkets sind seit dem Anfang von Kasachstan vorbei. Da sich unsere Som auch dem Ende neigen, hoffen wir bei einer Gazprom Tankstelle außerhalb mit Kreditkarte zahlen zu können. Wasser gibts da auch. Satz mit X? Wahr wohl nix. Stefan und Scubo fahren mit einem Auto in die Stadt zum Geldautomat und einkaufen. Der Rest bleibt an der Tankstelle und macht Pause bzw wälzt Landkarten und Reiseführer. Ein Auto hält an um zu Tanken, vom Rücksitz lacht ein kleines Mädchen raus. Domi fragt die Eltern kurz und schenkt dem Mädchen einen Stofftier. Nach einiger Zeit kommen die beiden zurück. Jetzt gibts wieder Wasser für uns und guten 95er Sprit für die Autos. Ordentlich vollmachen, denn es ist nicht sicher ob wir bis Koruch / Chorog etwas bekommen werden.

Aufsatteln und los. Endlich gehts aufwärts und hinein in die Atemberaubende Bergwelt. Am Straßenrand winken uns die Kinder zu, wir hupen und winken zurück. Immer wieder halten wir kurz an um Bilder zu machen. In den Bergen setzt die Dämmerung deutlich schneller ein, und es ist bereits dunkel als wir den Pass (ca 3300m) bei Perval Soroka passieren. In Sary Tash habe wir Glück, denn die Tankstelle sieht zwar sehr finster aus, das liegt aber daran dass die Besitzerin gemeinsam mit ihrer Tochter gerade erst den Generator anwirft. Alles was wir noch an Сом haben wird in 92er Benzin investiert. Das etwa 10 jährige Mädchen tankt uns die Autos voll und hilft mit ihren Englischkenntnissen bei der Verständigung. Nachdem es bereits Stockfinster ist fahren wir nur wenige Kilometer weiter und schlafen auf einer Weide unweit vom Fluss. Wir sind auf etwa 3000m und es ist durch den Wind bereits relativ Kühl (5 Grad). Deshalb gibts nur eine schnelle Brotzeit und wir verkrümeln uns in die Autos. Gute Nacht, du wahnsinnig geiler Sternenhimmel.

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