Tag 17 20.9.

Heute ist der erste Tag seit unserer Abfahrt an dem wir beim Aufstehen Bergblick haben, was die ohnenin gute Stimmung weiter verbessert. Also aus dem Automobil gekrabbelt, Käffchen gekippt, Müsli gemampft, nach Käse richende Fußlappen im Bach gesäubert und losgefahren. De Strass is wiada pipifein!Wir fahren weiter das Tal hinauf und es entwickelt sich ein kleiner Wettbewerb wer am meisten Kuhfladen mit den Reifen erwischt 😉

Dann werden die Häuser weniger und die immer noch sehr gute und breite Straße steiler. Allgemein lässt sich nur gutes über die kirgisischen Straßen sagen!

Nun ein erster Test für unsere braven Schnauferl; ein Pass mit 3300 Metern.

Sie schaffen es alle. Schon mal ein gutes Zeichen. Mittlerweile müssen wir oft abbremsen wenn Kuh- oder Schafherden die Straße passieren. Es geht wieder bergab und die Büsche und Bäume werden mehr und größer, neben der Straße rauscht ein Bach und es gibt Honig zu kaufen den wir mit unseren Tenge, Rubel, Dollars und Euro nicht erstehen können weil der nette, ältere Herr nur kirgisische Som nimmt.

Entlang der Straße gibt es immer wieder Gasthäuser, wir bleiben bei einem stehen und fragen ob es etwas zu essen gibt. Das Gasthaus ist wohl eher ein Ort um eine Hochzeit zu feiern, es gibt einen riesigen Kronleuchter behangenen Saal mit feinen Stühlen und draußen eine grosse überdachte Loggia direkt am Bach. Sehr ramontisch!!! Wir treffen eine bunt zusammen gewürfelte Reisegruppe aus London. Ein Deutscher eine Russin und eine Kirgisin, die die Gruppe führt sind auch dabei. Wir beschliessen miteinander zu essen. Es gibt Fisch. Der Fisch (4 grosse Lachse) ist aber noch im Becken und will noch mit den Händen gefangen werden!!! Wir schaffen es erst als das Wasser fast ganz abgelassen ist, haben dabei eine heiden Gaudi und werden mit einem köstlichen Mahl belohnt. Wir brechen wieder auf weil eine Hochzeitsgesellschaft kommt und geben noch schnell einer alten C-Klasse Starthilfe bevor wir weiterreiten. Die Landschaft ist phänomenal und warscheinlich die schönste seit unserer Abfahrt. Wir umrunden den Toktogul See und finden eine schöne Stelle zum baden. Bei plantschen filmen wir mit der Go Pro den gemeinen kirgisischen Zipfelfisch und haben die wildesten Phantasien was man hier mit einem g’scheiden Radl oder Tourenski auf den anderen Seite vom See in den Bergen machen könnte. Es hat 32 Grad.

Die Sonne ist schon wieder im steilen Sinkflug und wir fangen an nach einem Plätzchen für die Nacht zu schauen, allerdings geht es links fast senkrecht den Berg hinauf und recht zum Fluss hinunter. Die Straße macht viel Freude zu fahren und als sich Andi beschwert, dass es ihm zu langsam geht, noch mehr!!( fettes grinsen)

Schliesslich finden wir eine breite Wiese auf der Schäfer mit ihrer Kuhherde stehen, wir fragen ob wir dableiben dürfen und sie bejahen. Bald kommt der Erste und fragt nach Zigaretten und als er merkt, dass wir etwas zu trinken haben schnippst er sich mit dem Zeigefinger an den Hals, was so viel bedeutet wie; lass uns einen Heben.

Nach einem langen Tag legen sich alle ins Auto bzw. Felix und Scubo in die Hängematte.

Ein weiterer unvergesslicher Tag geht zu Ende!

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