Tag 15 18.9.

Der Truckstop hat sich mit gutem Essen einen Pluspunkt verdient, aber die Toilette neben dem Platz gewinnt mit Abstand den „greißligstes Loch im Boden“ Award. Du weißt es ist ekelhaft, wenn du deine Schuhe desinfizieren willst. Ok Also auf auf die Straße und los, pünktlich zur Morgendämmerung. Wir wollen heute bis Turkestan und dann bis Shymkent. Die Straße ist sehr gut ausgebaut, teilweise sogar zweispurig. Einmal sind wir uns unsicher ob wir an einer Polizeistation wirklich herausgewunken wurden, wir fahren zur Sicherheit an die Station ran, aber es ist wohl alles in Ordnung. Trotzdem bitten wir die Polizisten auf dem Auto zu unterschreiben und reden kurz mit ihnen. Sie entdecken Stefans Opinel im Auto und finden es irgendwie toll. Stefan ist so nett und schenkt es kurzerhand her. Ob das als Freifahrtschein für einmal zu schnell fahren zählt? Los, los wir haben noch einiges vor. In Turkestan angekommen finden wir auf anhieb zwar eine der guten Tankstellen, aber keinen Supermarkt. Egal. Nach etwas suchen finden wir unser eigentliches Ziel, die Ясауи Moschee. Wir stärken uns erstmal mit Nudeln auf dem Parkplatz. Zufälligerweise kommen zwei Albaner vorbei die in Turkestan studieren und gut englisch sprechen. Wir kommen mit ihnen ins Gespräch und tada, haben wir zwei Ortskundige Führer. Mit ihnen laufen wir durch die Moscheeanlage und erfahren vieles interessantes über den Ort. Die Größe des Gebäudes samt Kuppel ist beeindruckend, vor allem weil sie schon vor langer Zeit errichtet wurde. Bevor wir wieder losfahren parken wir die Autos etwas um und machen ein Bild vor der Moschee. Auf einigen Schilder rund ums Gelände ist die Expo 2017 in Kasachstan ausgeschrieben, wer also einen Grund sucht herzukommen….

In Shymkent angekommen suchen wir uns ein Hotel. Dort treffen wir zwei Deutsche, die eine kasachische Porzellanfabrik? mit ihrem Fachwissen unterstützen. Erst mal nochmal duschen, denn wer weiß was in nächster Zeit so kommt. Gleich danach gehts in die Stadt, wir wollen ja was sehen. Das erste Lokal, zu dem uns ein paar Kasaist nicht ganz so gemütlich, drum essen wir nur ein paar Schaschlik und ziehen dann weiter zu einem Imbiss in der nähe eines sehr großen Fahnenmastens. Wir bestellen uns noch etwas zu essen und Bier aus der Stadt. Der Besitzer setzt sich zu uns an den Tisch und wir trinken das ein oder andere Bier (ja, das 50l Fass ist gleich leer und er organisiert ein weiteres, aber wir waren ganz brav, denn Morgen „Maschina -> Kirgistan“ und so). Sein deutscher Wortschatz besteht aus „Arbeit“ und „Aufwiedersehen“ und so wird irgendwann aus Prost Arbeit. Er macht uns mit alten Zeitungsartikeln von ihm klar, dass er Geopolitik studiert hat, aber damit keine Arbeit gefunden hat. Jetzt führt er mehrere Imbisse. Als er erfährt, dass wir nach Kirgistan und Tadschikistan wollen ist er besorgt und meint, dass im Gegensatz zu Kasachstan die beiden Länder keine Demokratien seien und es dort sehr gefährlich wäre. Na dann, wir werden sehen. Auf dem Tisch steht Salz, dass sich der Imbissbesitzer immer wieder ins Bier streut, zwecks mehr Schaum und so, bäh. Aber wir finden raus, dass das Salz aus dem Aral See ist, woraufhin wenige Minuten später ein Sack voll Salz auf dem Tisch steht. Wir können ein bisschen in eine leere Tabakdose von Scubo abfüllen. Wieder ein Mitbringsel mehr. Die Bezahlung gestaltet sich schwierig, weil er kein Geld annehmen will und auf einem Souvenir aus Deutschland. Wir haben alle nichts besonderes dabei und so muss Steff wieder Federn lassen. Für das Team opfert er doch tatsächlich die bestickte Lederhosn-Handytasche. So langsam wollen wir uns eigentlich verabschieden, aber unser neuer Freund bestellt immer wieder eine Runde Bier. Nachdem wir nun seine Handynummer (für Probleme in Kasachstan) und er unsere (irgendwie will er 2021 nach Deutschland?) notiert haben, kommen wir nach unzähligen Bieren los. Gegen halb zwei Uhr fallen wir müde in unsere Hotelbetten.

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